Was bedeutet ein sehr heißer Tag?

Wenn die Temperaturen auf 30 °C und darüber klettern, sprechen Meteorologen von einem sehr heißen Tag. Solche Tage gelten nicht nur als unangenehm, besonders in Städten ohne viel Schatten und frische Luft, sondern können auch gesundheitliche Risiken mit sich bringen – vor allem für ältere Menschen, Kinder oder Personen mit Vorerkrankungen.

Interessant ist, dass 30 °C je nach Region und Jahreszeit unterschiedlich wahrgenommen wird. In kühleren Gegenden Deutschlands kann dieser Wert bereits im Frühsommer für Überraschung sorgen, während im Rhein-Main-Gebiet oder im Süden bei entsprechender Luftfeuchtigkeit echte Schwüle entsteht. Was vielen nicht bewusst ist: Solche Hitzetage werden laut Klimaforschung immer häufiger. Der Climate Atlas of Canada definiert einen sehr heißen Tag genau als einen Tag, an dem die Temperatur mindestens 30 °C erreicht – eine Marke, die auch hierzulande zunehmend überschritten wird.

Früher galten 30-Grad-Tage als selten, heute gehören sie in vielen Regionen Europas bereits zur neuen Normalität – besonders im Sommer. Städte mit viel Beton und Asphalt heizen sich besonders stark auf, was den sogenannten Wärmeinseleffekt verstärkt. Langfristig könnte das nicht nur die Lebensqualität beeinflussen, sondern auch die Infrastruktur unter Druck setzen – beispielsweise durch überlastete Klimaanlagen oder hitzebedingte Bahnprobleme.

Ob 30 °C nun „sehr heiß“ ist, hängt also nicht nur vom Thermometer ab, sondern auch von Gewohnheit, Luftfeuchtigkeit und dem klimatischen Wandel, der diese Tage immer häufiger macht.

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