Ab 85 dB beginnt die Gefahr für die Ohren

Schon ab 85 Dezibel (dB) kann der Lärm langfristig schädlich sein – besonders, wenn man dem Geräusch über einen längeren Zeitraum ausgesetzt ist. Bei einer wöchentlichen Belastung von etwa 40 Stunden, wie sie beispielsweise im Arbeitsalltag vorkommt, steigt das Risiko für dauerhafte Hörschäden deutlich. Experten sprechen hier von der sogenannten „Lärmschwellenwertgrenze“ – ab diesem Punkt müssen Arbeitgeber zum Beispiel Gehörschutz bereitstellen.

Was 85 dB im Alltag bedeuten, merken viele schon im Straßenverkehr: So laut ist es an einer sehr stark befahrenen Straße. Das ständige Dröhnen von Lastwagen, Busse und Motoren wirkt sich nicht nur auf das Gehör aus, sondern kann auch Stress und Konzentrationsprobleme verursachen. Auch im Freizeitbereich – etwa bei Konzerten, beim Mähen des Rasens oder beim Einsatz von Werkzeugen wie der Kettensäge – kann diese Lautstärke schnell erreicht oder überschritten werden.

Ein kurzer Moment tut meist nicht weh, aber Dauerbelastung ist gefährlich. Die Ohren merken einem nicht sofort, wenn Schäden entstehen. Oft bemerkt man die Folgen erst Jahre später – etwa als ständiges Klingeln im Ohr (Tinnitus) oder als verminderte Sprachverständlichkeit im Trubel. Deshalb lohnt es sich, früh vorzubeugen: Einfache Ohrstöpsel oder Über-Kopf-Kopfhörer können viel bewirken, besonders wenn man regelmäßig in lauter Umgebung ist.

Ob im Job oder in der Freizeit: Wer merkt, dass er sich bei normaler Stimmlage anstrengen muss, um verstanden zu werden, sollte besser mal den Gehörschutz zur Hand nehmen. Ein gesundes Gehör ist kein Selbstläufer – es braucht Schutz.

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