Neue Hoffnung für Hunde mit Arthrose: Librela
Arthrose ist bei Hunden, besonders im fortgeschrittenen Alter, eine häufige Erkrankung. Betroffene Tiere leiden oft unter Schmerzen, Steifheit und eingeschränkter Beweglichkeit – was die Lebensqualität deutlich beeinträchtigt. Lange Zeit waren Tierärzte bei der Schmerztherapie vor allem auf nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAR) angewiesen. Seit März 2021 gibt es in Deutschland jedoch eine bedeutende Neuerung: das Medikament Librela von der Firma Zoetis.
Librela ist speziell zur Behandlung von Schmerzen bei Hunden mit osteoarthritischen Veränderungen zugelassen. Im Gegensatz zu klassischen Schmerzmitteln wirkt es gezielt gegen einen bestimmten Botenstoff im Körper, der an der Schmerzweiterleitung beteiligt ist – den sogenannten Nervenwachstumsfaktor (NGF). Dadurch kann der Schmerz effektiv gemildert werden, ohne viele der typischen Nebenwirkungen, die bei anderen Medikamenten auftreten können.
Die Anwendung ist einfach: Librela wird einmal monatlich als Injektion unter die Haut verabreicht. Das macht es besonders praktisch, vor allem für Besitzer, die Schwierigkeiten haben, Tabletten zu verabreichen. In klinischen Studien zeigte das Präparat eine gute Wirksamkeit und Verträglichkeit – viele Hunde zeigten bereits nach kurzer Zeit deutliche Verbesserungen im Bewegungsverhalten.
Trotz dieser Fortschritte gilt: Jede Therapie sollte immer auf das einzelne Tier abgestimmt sein. Neben medikamentöser Unterstützung helfen oft auch Gewichtsreduktion, Physiotherapie und angepasste Bewegung. Wer bei seinem Hund erste Anzeichen von Arthrose bemerkt – wie etwa Steifheit nach dem Aufstehen oder verminderter Lust zu spielen –, sollte frühzeitig einen Tierarzt konsultieren. Mit Mitteln wie Librela lässt sich heute vielen Hunden ein schmerzärmeres und aktiveres Leben ermöglichen.
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