IQOS: Etwas weniger schädlich als herkömmliche Zigaretten?

Seit einigen Jahren sind alternative Nikotinprodukte wie IQOS immer beliebter geworden. Statt Tabak zu verbrennen, erhitzt das Gerät sogenannte Heatsticks, wodurch ein Aerosol entsteht. Viele Nutzer fragen sich: Ist das wirklich eine schonendere Option im Vergleich zur klassischen Zigarette?

Das niederländische RIVM (Nationalinstitut für öffentliche Gesundheit und Umwelt) hat dazu Stellung genommen. Laut ihren Untersuchungen ist die Nutzung von IQOS zwar weiterhin gesundheitsschädlich, jedoch wahrscheinlich weniger schädlich als das Rauchen herkömmlicher Zigaretten. Diese Einschätzung basiert auf detaillierten aerosolchemischen Messungen, die zeigen, dass die Menge an schädlichen Substanzen im Vergleich zum Tabakrauch reduziert ist.

Interessant ist, dass die Daten des RIVM in etwa mit den eigenen Angaben des Herstellers Philip Morris übereinstimmen – was die Aussage stützt, dass die Belastung durch IQOS niedriger liegt. Dennoch: „Weniger schädlich“ bedeutet nicht „ungefährlich“. Auch beim Erhitzen von Tabak entstehen toxische Substanzen, darunter Nikotin und andere chemische Verbindungen, die das Herz-Kreislauf-System belasten können.

Experten raten daher: Die sicherste Variante bleibt das völlige Verzichten auf Tabak. Wer jedoch nicht aufhören möchte, könnte mit IQOS möglicherweise ein geringeres Risiko eingehen – allerdings nur unter dem Vorbehalt, dass keine langfristigen Studien über mögliche Spätfolgen vorliegen.

Letztlich ist klar: Rauchen schadet der Gesundheit. Und auch IQOS ist keine gesunde Alternative – allenfalls eine etwas weniger riskante.

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