Wo werden die AIDA-Kreuzfahrtschiffe gebaut?

Die luxuriösen Kreuzfahrtschiffe der AIDA-Flotte sind Meisterwerke moderner Schiffsbaukunst, deren Entstehung eine logistische und technische Meisterleistung darstellt. Ein Großteil dieser schwimmenden Urlaubsresorts erblickt in Deutschland das Licht der Welt. Hauptverantwortlich für den Bau ist die renommierte MEYER WERFT im niedersächsischen Papenburg, die weltweit für ihre Expertise im Bau von hochmodernen Passagierschiffen bekannt ist.

Ein herausragendes Beispiel für diese Ingenieurskunst ist die AIDAcosma, die Ende 2021 erfolgreich an die Reederei AIDA Cruises abgeliefert wurde. Der Bau eines solchen Giganten erfolgt jedoch selten an nur einem einzigen Ort. Stattdessen setzt die Werftengruppe auf ein eingespieltes Netzwerk spezialisierter Standorte. So wurde der Kiel der AIDAcosma im Oktober 2019 auf der NEPTUN WERFT in Rostock-Warnemünde gelegt. In Mecklenburg-Vorpommern entsteht das technologische Herzstück des Schiffes: das sogenannte schwimmende Maschinenraummodul.

Diese Aufteilung ist besonders bei der neuen Schiffsgeneration von entscheidender Bedeutung, da AIDA verstärkt auf Nachhaltigkeit setzt. Auf der Neptun Werft werden auch die komplexen Tanks für das emissionsarme Flüssigerdgas (LNG) gefertigt. Dieser innovative Treibstoff ermöglicht es den modernen Cruisern, den Ausstoß von Feinstaub und Schwefeloxiden auf See drastisch zu reduzieren. Nach der Fertigstellung des Maschinenraums wird das riesige Bauteil über die Ostsee und den Nord-Ostsee-Kanal nach Papenburg transportiert. Dort wird der Luxusliner final zusammengesetzt, ausgestattet und schließlich über die Ems in Richtung Nordsee überführt.

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