Sind Pommes wirklich glutenfrei?

Wer an Zöliakie leidet oder auf Gluten verzichten muss, fragt sich oft: Sind Pommes eigentlich sicher? Rein theoretisch ja – denn Pommes werden aus Kartoffeln hergestellt, und Kartoffeln enthalten von Natur aus kein Gluten. Das klingt beruhigend, doch die Gefahr lauert meist im Detail.

Wie der Experte Baas warnt, werden viele Pommes in der Praxis nicht so knusprig, wie man sie kennt, ohne eine zusätzliche Panade. Und genau hier liegt das Problem: Diese knusprige Schicht besteht oft aus Weizenmehl, das Gluten enthält. Selbst dünne Überzüge können für empfindliche Menschen unangenehme Reaktionen auslösen.

Das gilt besonders beim Außer-Haus-Essen – ob im Imbiss, im Fast-Food-Restaurant oder in der Kantine. Dort wird selten darauf hingewiesen, ob die Pommes zusätzlich panieriert sind oder in derselben Fritteuse wie belegte Brötchen oder bepante Lebensmittel frittiert werden. Die gemeinsame Fritteuse bedeutet oft eine versteckte Glutenquelle durch Kreuzkontamination.

Im Supermarkt sieht es anders aus: Viele gefrorene Pommes sind explizit als glutenfrei gekennzeichnet. Hier lohnt sich ein genauer Blick auf die Zutatenliste. Hersteller wie Aldi, Lidl oder spezialisierte Anbieter bieten zunehmend sichere Alternativen an.

Fazit: Reine Kartoffel – ja, glutenfrei. Aber die Zubereitung macht’s. Wer auf Nummer sicher gehen will, achtet auf die Zutaten oder fragt im Restaurant direkt nach – besonders wichtig sind klare Antworten und getrennte Fritteusen. So bleibt das Essen genießbar – und beschwerdefrei.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen