Ist ein Tierarzt auch ein richtiger Arzt?

Die Frage, ob Tierärzte „richtige“ Ärzte sind, kommt häufiger auf – besonders, wenn man die Ausbildung und den Beruf mit jener von Humanmedizinern vergleicht. Die klare Antwort lautet: Ja, Tierärzte sind Ärzte, allerdings im tiermedizinischen Bereich. Ihr Studium ist lang, anspruchsvoll und endet mit einer Approbation, die ihnen erlaubt, eigenverantwortlich zu behandeln – genau wie bei Ärzten für Menschen.

Ein Tierarzt durchläuft ein mehrjähriges Studium an einer Veterinärmedizinischen Fakultät, in dem er Wissen über Anatomie, Chirurgie, Innere Medizin und Infektionskrankheiten bei unterschiedlichsten Tierarten erwirbt. Nach dem Abschluss darf er den Titel „Dr. med. vet.“ führen – ein Zeichen für eine Hochschulausbildung auf Augenhöhe mit der Humanmedizin.

Interessant ist der Begriff des Fachtierarztes. Dieser Titel wird nicht automatisch nach dem Studium verliehen, sondern erst nach einer zusätzlichen, mehrjährigen Weiterbildung in einem speziellen Bereich – etwa Chirurgie, Dermatologie oder Kleintiere. Anders als beim Facharzt in der Humanmedizin ist die Bezeichnung „Fachtierarzt“ jedoch keine Voraussetzung für die Berufsausübung, sondern zeigt eine besondere Qualifikation an.

Heißt das, dass jeder Tierarzt ein Fachtierarzt ist? Nein. Aber jeder Fachtierarzt ist ein Tierarzt – mit einem extra Schritt in die Tiefe. Wer sich also fragt, ob Tierärzte echte Ärzte sind, sollte wissen: Sie sind es – mit vollem Recht, Verantwortung und medizinischem Wissen, nur eben mit Pfote statt Puls.

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