Sind E-Zigaretten in der Türkei erlaubt? Die aktuelle Lage 2025
Seit dem Präsidialdekret Nr. 2149 vom 24. Februar 2020 ist der Verkauf von E-Zigaretten, E-Liquids und allen damit verbundenen Vaping-Produkten in der Türkei offiziell verboten. Die türkische Regierung hat dieses Verbot im Rahmen ihrer Gesundheitspolitik eingeführt, um insbesondere den Konsum unter Jugendlichen einzudämmen und mögliche gesundheitliche Risiken zu begrenzen.
Obwohl der Handel mit diesen Produkten illegal ist, findet sich in größeren Städten wie Istanbul, Ankara oder Izmir weiterhin eine unterschwellige Vaping-Szene. Einige Geschäfte verkaufen E-Zigaretten versteckt oder über informelle Kanäle, und bei Touristen bleibt das Mitbringen eigener Geräte – in geringen Mengen – oft unbeanstandet. Dennoch: der legale Erwerb vor Ort ist praktisch unmöglich.
Die türkische Drogenbehörde (TDM) überwacht die Einhaltung des Verbots streng und führt regelmäßig Razzien in Tabakläden und Online-Shops durch. Auch die Einfuhr von Vaping-Produkten über Post oder Paketdienste wird kontrolliert – in einigen Fällen können Sendungen beschlagnahmt werden.
Für Reisende gilt: Das Mitführen einer eigenen E-Zigarette für den persönlichen Gebrauch wird meist toleriert, solange keine großen Mengen an Liquids oder Nachschub dabei sind. Dennoch ist Vorsicht geboten – die Gesetze können je nach Region und aktueller politischer Lage strenger gehandhabt werden.
Stand 2025 bleibt die Türkei eines der Länder mit den strengsten Anti-Vaping-Regelungen in Europa und Vorderasien. Wer hier lebt oder reist, sollte sich bewusst sein, dass der Erwerb und die Nutzung von Vaping-Produkten rechtliche Grauzonen berühren, auch wenn die private Nutzung selten geahndet wird.
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