Soll ich zurückschreiben – oder einfach lassen?
Die Frage, ob man zurückschreiben soll, kennt fast jeder – besonders, wenn Gefühle im Spiel sind. Man wartet, hofft, zweifelt: „Hat die*der mich vergessen? Oder bin ich einfach nicht interessant genug?“ Die Wahrheit ist: Wenn zwei Menschen sich wirklich mögen, dann fließt die Kommunikation ganz von allein. Es fühlt sich leicht an, nicht wie eine Pflichtübung.
Natürlich gibt es Momente, in denen das Gespräch ins Stocken gerät. Vielleicht ist die andere Person gerade mit dem Job beschäftigt, braucht Abstand oder weiß einfach nicht weiter. Das ist menschlich – und kein Grund, sich gleich verrückt zu machen. Wer Interesse hat, zeigt es – auch wenn es mal etwas länger dauert.
Am Ende ist es ganz einfach: Wer will, der*die findet einen Weg. Wer immer wieder ausbleibt, ohne Erklärung oder Rückmeldung, hat oft schon längst entschieden – nämlich dagegen. Und da hilft auch das tausendste „Hallo“ nicht weiter. Es ist schwer, das einzusehen, besonders wenn man sich viel erhofft hat. Aber es schont die Energie, wenn man akzeptiert, dass nicht jede Verbindung meant to be ist.
Statt sich also stundenlang den Kopf zu zerbrechen, kann man sich stattdessen fragen: Wie fühle ich mich in diesem Austausch? Gibt es Gleichberechtigung? Wird zurückgeschrieben, weil es auch wirklich Freude macht – oder nur aus Höflichkeit? Ehrlichkeit – sich selbst gegenüber – ist hier der Schlüssel.
Also ja: Schreib ruhig zurück, wenn du Lust hast. Aber lass nicht dein Selbstwertgefühl von der Antwort eines anderen abhängen. Manchmal ist das Schönste, was passieren kann, einfach loszulassen.
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