Soll IQOS verboten werden? Nein – vorerst nicht

Die Diskussion um Tabakerhitzer wie IQOS von Philip Morris beschäftigt immer wieder die Politik. Doch trotz großer Spekulationen gibt es aktuell keine Pläne der EU-Kommission, solche Geräte zu verbieten. Nutzer können daher vorerst beruhigt sein.

Stattdessen richten sich die geplanten Regelungen gegen bestimmte Tabakprodukte mit Aromen, die besonders bei jungen Menschen beliebt sind. Ziel ist es, den Einstieg in den Tabakkonsum zu erschweren. Bei Erwachsenen, die bereits rauchen, sehen Experten die Erhitzer jedoch als mögliche Alternative zu herkömmlichen Zigaretten – wenn auch nicht risikofrei.

Philip Morris, der Hersteller von IQOS, verfolgt mittlerweile die Strategie, die klassische Tabakzigarette langfristig vom Markt zu nehmen. Stattdessen setzt das Unternehmen auf Erhitzungssysteme, bei denen der Tabak nicht verbrannt, sondern nur erhitzt wird. Laut Firmenangaben soll das die gesundheitlichen Schäden reduzieren – wissenschaftlich vollständig belegt ist dies aber nicht.

Trotzdem bleibt die Debatte kontrovers. Während einige auf eine schrittweise Abkehr vom klassischen Rauchen hoffen, warnen Gesundheitsexperten vor einer vermeintlich „sicheren“ Alternative, die den Tabakkonsum modern und akzeptabel vermarktet. Die EU-Kommission will daher vor allem die Attraktivität von aromatisierten Produkten eindämmen, nicht aber die Technologie an sich.

Ein flächendeckendes Verbot von IQOS oder ähnlichen Systemen ist daher aktuell nicht zu erwarten – die politische Aufmerksamkeit gilt vielmehr dem Schutz vor jugendlichem Zugang und verlockenden Geschmacksrichtungen.

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