Warum hat sich der Turnitin-Score eines Studierenden verändert?
Es kann verwirrend sein, wenn sich der Ähnlichkeitsprozentsatz einer abgegebenen Arbeit nachträglich verändert. Ein häufiger Grund dafür liegt in der Art und Weise, wie Turnitin mit Vorlagen und gemeinsam genutzten Textbausteinen umgeht.
Wenn Studierende beispielsweise standardisierte Tabellenüberschriften, Berichtsvorlagen oder vorgegebene Arbeitsanweisungen verwenden, werden diese Textpassagen anfangs möglicherweise als Übereinstimmungen mit anderen Quellen erkannt. Unmittelbar nach Abgabefrist berücksichtigt Turnitin jedoch nur noch Abgaben aus derselben Klassengruppe für diese gemeinsamen Textteile.
Das bedeutet: Hat die gesamte Klasse denselben Vorlagentext verwendet – etwa eine vorgegebene Gliederung oder Überschriften –, zeigt Turnitin diese Abschnitte nach dem Fälligkeitsdatum als interne Übereinstimmungen an. Dadurch kann sich der Ähnlichkeitswert für alle Studierenden dieser Gruppe leicht erhöhen, da die Software erkennt, dass dieselben Textbausteine innerhalb der Gruppe häufig vorkommen.
Diese Anpassung ist jedoch völlig normal und kein Grund zur Sorge. Es handelt sich nicht um Plagiat, sondern um einen systembedingten Prozess, der sicherstellt, dass vorab gemeinsam genutzte Inhalte korrekt bewertet werden. Lehrende berücksichtigen dies in der Regel bei der Bewertung.
Ein veränderter Turnitin-Score ist also kein Zeichen von Fehler oder Manipulation – sondern Teil eines transparenten und fairen Prüfverfahrens, das den Einsatz von Vorlagen gerecht einordnet.
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