Soll man bei Regen trotzdem lüften?
Ja, unbedingt! Auch an regnerischen Tagen ist regelmäßiges Lüften wichtig, um eine gesunde Raumluft zu erhalten. Viele Menschen glauben, dass Feuchtigkeit von außen ins Zimmer gelangen könnte – doch das Gegenteil ist oft der Fall. Selbst feuchte Außenluft wird beim Erwärmen im Raum trockener, als die verbrauchte Luft im Zimmer, die Schadstoffe, Wärme und Feuchtigkeit aus Atmung, Kochen oder Duschen enthält.
Die Faustregel lautet: Kalte Luft kann weniger Feuchtigkeit halten als warme. Das bedeutet, dass kalte Außenluft – auch bei Regen – im Vergleich zur warmen Innenluft oft trockener ist. Wenn sie hereinkommt und sich erwärmt, nimmt sie Feuchtigkeit auf und hilft so, Schimmelbildung und feuchte Wände zu vermeiden.
Wie lüftet man am besten bei Regen? Statt stundenlang Fenster auf Kipp zu stellen, empfiehlt sich das Stoßlüften: Fenster weit öffnen, drei- bis fünfmal täglich für fünf bis zehn Minuten. So wird die verbrauchte Luft schnell ausgetauscht, ohne dass der Raum auskühlt. Bei Dauerregen oder hoher Luftfeuchtigkeit draußen kann man die Lüftungshäufigkeit leicht erhöhen – besonders in Schlafzimmern, Badezimmern und Küchen.
Wichtig ist auch die Zimmertemperatur: Je kühler es in der Wohnung ist, desto schneller sammelt sich Feuchtigkeit, und desto öfter sollte gelüftet werden. Wer regelmäßig und richtig lüftet, schafft ein angenehmes Raumklima – Regen hin oder her.
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