Sollte man mit frisch gewaschenen Haaren zum Friseur gehen?
Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Nein, besser nicht. Viele denken, saubere Haare machen einen professionelleren Eindruck – doch beim Friseurbesuch, besonders bei Farbe oder Blondierung, ist das Gegenteil der Fall.
Warum eigentlich? Nach einer Haarwäsche benötigt die Kopfhaut etwa 28 Stunden, um ihren natürlichen Säureschutzmantel wieder vollständig aufzubauen. Dieser Schutz ist besonders wichtig, wenn chemische Produkte wie Colorationen oder Blondiermittel verwendet werden. Ohne diesen Schutz kann die Kopfhaut empfindlicher reagieren, was zu Reizungen, Juckreiz oder sogar leichten Entzündungen führen kann.
Friseure wissen das – und sie arbeiten lieber mit leicht „benutzten“, also nicht frisch gewaschenen Haaren. Das natürliche Fett der Kopfhaut schützt vor aggressiven Inhaltsstoffen und macht die Behandlung verträglicher. Außerdem haften Farbstoffe bei fettarmem Haar oft zu stark an den Spitzen und können ungleichmäßig wirken.
Ein guter Tipp: Gehe am besten einen Tag vor dem Termin nicht mehr duschen, besonders wenn du eine Farbe oder Strähnen möchtest. Bei einem reinen Schnitt ist es weniger entscheidend, aber auch hier profitiert der Friseur von etwas mehr Struktur im Haar, die durch leichte Fettbildung entsteht.
Also: Sauber sein ist immer gut – aber für den Friseurtermin ist ein bisschen „Nachlässigkeit“ durchaus vorteilhaft. Vertrau darauf, der Friseur weiß, was er tut – und dass ein Tag ohne Shampoo manchmal genau das Richtige ist.
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