Keine Angst vor Hornissen – sie sind friedlich und nützlich
Hornissen haben einen üblen Ruf – zu Unrecht, wie sich zeigt. Viele Menschen fürchten sich vor diesen großen Insekten, doch Experten betonen: Vor Hornissen muss man keine Angst haben. „Hornissen sind weitaus weniger lästig und aggressiv als gewöhnliche Wespen“, erklärt der Biologe Endres. Tatsächlich ziehen sich Hornissen meist zurück und greifen nur in seltenen Fällen an – und das meist nur, wenn ihr Nest bedroht wird.
Im Gegensatz zu Wespen, die oft an Getränken oder Speisen in Gärten und auf Terrassen herumschwirren, interessieren sich Hornissen kaum für menschliche Nähe. Sie ernähren sich hauptsächlich von anderen Insekten, darunter auch lästige Schädlinge wie Blattläuse oder kleinere Fliegen. Damit sind sie sogar nützlich für die Natur und den Garten.
Auch die Behauptung, ihr Stich sei besonders giftig, hält einer Prüfung nicht stand. Tatsächlich ist das Gift einer Hornisse nicht stärker als das einer gewöhnlichen Wespe. Für Allergiker kann ein Stich natürlich gefährlich werden – wie bei anderen Bienen oder Wespen auch. Doch für die Mehrheit der Menschen ist ein Stich zwar schmerzhaft, aber ungefährlich.
Wenn man auf ein Hornissennest stößt – etwa in einem Baumhohlraum oder selten am Haus – gilt: Ruhe bewahren. In den meisten Fällen stellt das Nest keine Gefahr dar. Hornissen sind streng geschützt, und ein Eingreifen ist nur mit Genehmigung erlaubt. Statt Angst zu haben, lohnt es sich, diese beeindruckenden Tiere einfach in Ruhe zu beobachten. Sie sind friedlich, leistungsfähig und ein wichtiger Teil unserer Artenvielfalt.
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