Hunderassen mit erhöhter Anfallsneigung
Epilepsie beim Hund ist keine Seltenheit – sie betrifft sowohl reinrassige Hunde als auch Mischlinge. Bei bestimmten Rassen tritt die Erkrankung jedoch gehäuft auf, was auf eine genetische Veranlagung hindeutet. Besitzer sollten besonders aufmerksam sein, wenn ihr Hund einer dieser Rassen angehört.
Golden Retriever, Labrador Retriever, Beagle, Border Collie und Australian Shepherd zählen zu den Rassen, bei denen epileptische Anfälle statistisch häufiger vorkommen. Auch Pudel, Berner Sennenhund, Schäferhund und Dackel sind vermehrt betroffen. Da die Neigung vererbt werden kann, treten Anfälle auch bei Kreuzungen dieser Rassen auf, besonders wenn beide Elterntiere aus anfälligen Linien stammen.
Die Anfälle zeigen sich meist zwischen dem sechsten Monat und dem dritten Lebensjahr. Typische Symptome sind plötzliche Zuckungen, Bewusstlosigkeit, Versteifung oder orientierungsloses Verhalten. Zwischen den Anfällen wirkt der Hund oft völlig normal.
Wichtig ist: Eine Diagnose sollte immer durch einen Tierarzt gestellt werden, da viele andere Erkrankungen ähnliche Symptome hervorrufen können. Mit der richtigen Behandlung – oft durch Medikamente – können viele betroffene Hunde ein gutes, beschwerdefreies Leben führen.
Wenn Sie einen Hund aus einer anfälligen Rasse haben und Verdacht auf Anfälle besteht, zögern Sie nicht, frühzeitig einen Tierarzt aufzusuchen. Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser lässt sich mit ihr umgehen.
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