Sollte man Eier kühlen? Das sagt die Praxis
Im Supermarkt stehen Eier meist ungekühlt im Regal – das verwirrt viele: Dürfen Eier eigentlich in den Kühlschrank oder nicht? Die Antwort ist klar: Ja, zu Hause sollte man Eier im Kühlschrank lagern. Obwohl frische Eier von Natur aus eine schützende Schicht, die sogenannte Cuticula, besitzen, die sie wochenlang haltbar machen kann, lohnt sich die Kühlung.
Diese natürliche Barriere schützt das Ei bis zu 18 Tage vor Bakterien und Feuchtigkeitsverlust – vorausgesetzt, es wird nicht gewaschen oder mechanisch behandelt. In Deutschland werden Eier jedoch oft gereinigt, wodurch die Schutzschicht beschädigt wird. Dadurch verlieren sie einen Teil ihrer Widerstandskraft, gerade gegen Keime wie Salmonellen. Genau hier hilft die Kühlung: Sie verlangsamt das Wachstum von Bakterien und hält das Ei länger frisch.
EDEKA weist darauf hin, dass die Lagerung im Kühlschrank besonders wichtig ist, sobald Temperaturschwankungen bestehen – etwa wenn Eier im Laden mehrere Tage bei Raumtemperatur stehen und dann nach Hause gebracht werden. Wer sie dann kühl aufbewahrt, schützt die Qualität.
Ein weiterer Tipp: Lagern Sie Eier möglichst mit der spitzen Spitze nach unten. So bleibt das Eigelb zentral und die Luftblase am stumpfen Ende stützt die Schale besser. Und: Nehmen Sie Eier nicht aus der Packung, denn diese schützt vor Geruchsbeeinflussung und mechanischer Belastung.
Fazit: Auch wenn Eier im Laden nicht gekühlt werden, lohnt sich die Kühlung zu Hause – vor allem bei längerer Lagerung oder warmen Küchen. Wer auf Nummer sicher geht, stellt sie in den Kühlschrank.
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