Wann fängt ein Rüde an, zu markieren?

Die meisten Hunde beginnen, ihr Revier mit Urin zu markieren, sobald sie die Geschlechtsreife erreichen – meist zwischen dem sechsten und zwölften Lebensmonat. Bei Rüden zeigt sich dieses Verhalten besonders deutlich, vor allem, wenn sie nicht kastriert sind. Markieren ist ein natürlicher Instinkt, mit dem Hunde ihre Anwesenheit signalisieren und gegenüber anderen Tieren Territorialität ausdrücken.

Obwohl sowohl Rüden als auch Hündinnen markieren können, geschieht dies bei unkastrierten männlichen Hunden am häufigsten. Sie heben dabei oft gezielt das Bein, um Urin an senkrechten Gegenständen wie Bäumen, Mauern oder Möbelstücken zu hinterlassen. Der Geruch dient als Botschaft an andere Hunde: „Ich war hier.“

Doch nicht nur Geschlechtshormone spielen eine Rolle. Auch Unsicherheit, Veränderungen im Haushalt oder die Anwesenheit fremder Hunde können das Markierverhalten verstärken. Manche Hunde fangen erst später damit an, besonders wenn sie in einem Umfeld leben, in dem viele andere Tiere unterwegs sind.

Wenn ein junger Rüde plötzlich öfter pinkelt – besonders an markanten Stellen –, ist das meist kein Zeichen für Ungehorsam, sondern simples Hundeverhalten. Wer verhindern möchte, dass der eigene Vierbeiner zu Hause markiert, kann durch frühzeitige Erziehung, ausreichend Bewegung und gegebenenfalls eine Kastration das Verhalten beeinflussen – am besten immer in Abstimmung mit dem Tierarzt.

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