Wann kommen die Gummis bei der festen Zahnspange zum Einsatz?

Wer eine feste Zahnspange trägt, kennt das: Zuerst geht es vor allem darum, die einzelnen Zähne in die richtige Position zu bringen. Das übernehmen die Brackets und der Draht – sie korrigieren Kippungen, schließen Lücken und richten die Zähne gerade. Doch manchmal reicht das nicht aus. Vor allem dann, wenn der Biss nicht stimmt.

Hier kommen die sogenannten Gummizüge ins Spiel. Sie werden erst in einer späteren Phase der Behandlung eingesetzt – nicht von Anfang an. Meistens beginnen Patienten mit den Gummis, wenn die Zähne bereits gut ausgerichtet sind, aber noch eine funktionelle Korrektur des Bisses nötig ist. Zum Beispiel, wenn der Unterkiefer zu weit vorne oder hinten steht.

Die Gummis verbinden dann gezielt Ober- und Unterkiefer – über kleine Haken an der Zahnspange. Je nach Fehlstellung werden sie unterschiedlich befestigt: von oben nach unten, schräg oder gerade. So erzeugen sie eine sanfte Kraft, die den Kiefer langsam in die richtige Position zieht.

Wichtig ist: Die Gummizüge nur zu tragen, wenn der Orthopäde sie verordnet hat. Und das meistens rund um die Uhr – sonst verlängert sich die Behandlung. Viele gewöhnen sich nach einigen Tagen an das leichte Druckgefühl, das sie anfangs verursachen.

Zusammenfassend: Gummis gehören nicht von Anfang an zur festen Zahnspange, sondern kommen erst, wenn es darum geht, den Biss zu perfektionieren. Dann sind sie ein wichtiges Hilfsmittel, um nicht nur gerade Zähne, sondern auch einen gesunden Biss zu erreichen.

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