Warum große Hunde früher sterben als kleine

Es ist eine traurige Tatsache: Große Hunde leben oft nicht so lange wie ihre kleineren Artgenossen. Während ein Yorkshire-Terrier oder ein Chihuahua problemlos 15 Jahre und mehr erreichen kann, sind große Rassen wie der Berner Sennenhund oder der Deutsche Doge bereits mit 8 bis 10 Jahren oft am Ende ihres Lebens angelangt. Die Frage ist: Warum?

Wissenschaftler wie Josh Winward und Alex Ionescu haben eine überzeugende Erklärung: Große Hunde wachsen sehr schnell. Diese extreme körperliche Entwicklung in der Welpen- und Jungendzeit belastet ihren Organismus stark. Anders als kleine Hunde, die langsamer heranreifen, müssen große Rassen innerhalb weniger Monate ein enormes Körpergewicht aufbauen. Diese Anstrengung hinterlässt Spuren.

Die Forscher vermuten, dass die Zellen großer Hunde durch dieses rasante Wachstum bereits früh Schäden erleiden – und sich davon nie richtig erholen. Nachdem das Wachstum abgeschlossen ist, scheinen diese geschwächten Zellen das Altern zu beschleunigen. So kommt es, dass große Hunde zwar körperlich ausgewachsen sind, aber bereits auf zellulärer Ebene „älter“ sind, als ihr Alter vermuten lässt.

Das bedeutet nicht, dass große Hunde per se krankheitsanfälliger wären – aber ihre Lebensuhr tickt einfach schneller. Besitzer können durch gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und regelmäßige Tierarztbesuche jedoch viel dafür tun, dass ihr Vierbeiner ein möglichst langes und glückliches Leben hat – auch wenn es vielleicht kürzer ist als das kleinerer Hunde.

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