Wann ist der richtige Zeitpunkt, um im Garten zu säen?
Die Frage, wann man im Garten Pflanzen darf, hängt stark von der jeweiligen Gemüsesorte und den lokalen Witterungsbedingungen ab. Viele Gemüsepflanzen, besonders die, die empfindlich gegen Kälte sind, sollten besser erst ab Ende Mai ausgesät oder gepflanzt werden. Traditionell wartet man im deutschsprachigen Raum bis nach den Eisheiligen – dem 11. bis 13. Mai – bevor man frostempfindliche Pflanzen wie Bohnen, Gurken oder Tomaten ins Freiland bringt. Bis dahin kann es immer noch zu nächtlichen Frösten kommen, die das junge Gemüse schädigen könnten.
Anders sieht es bei kälteverträglicheren Sorten aus. Radieschen, Rucola oder Feldsalat etwa können bereits deutlich früher ins Beet – teilweise schon im April. Sie gedeihen auch bei kühleren Temperaturen und bieten so schon im Frühjahr frischen Ertrag. Doch auch hier lohnt ein Blick auf die Wetterprognose, um Keimprobleme durch zu kalte Erde zu vermeiden.
Interessant ist auch der zweite Aussaatzeitraum: Ab Juni lässt sich im Garten wieder aktiv werden. Dann können Sommergemüse wie Radieschen oder Salat erneut ausgesät werden, um im Herbst eine zweite Ernte einzufahren. Der Schlüssel zum Erfolg liegt im Rhythmus der Natur – und nicht im Eiltempo der Saison.
Ein regionaler Aussaatkalender, wie den das NDR-Angebot bietet, hilft dabei, den idealen Zeitpunkt nicht zu verpassen. Wer mit der Natur arbeitet statt gegen sie, wird mit frischem, eigenem Gemüse belohnt.
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