Ölziehen: Helfen Pflanzenöle wirklich für weißere Zähne?

Ölziehen – auch „Oil Pulling“ genannt – liegt im Trend. Dabei wird ein Esslöffel pflanzliches Öl, meist Kokos- oder Sesamöl, für 10 bis 20 Minuten im Mund hin und her bewegt, bevor es ausgespuckt wird. Viele schwören darauf, dass ihre Zähne danach heller und ihr Atem frischer wirken.

Aber stimmt das wirklich?

Die Theorie dahinter: Das Öl zieht angeblich schädliche Bakterien aus dem Mund, reduziert Plaque und verbessert die allgemeine Mundhygiene. Eine gesündere Mundflora kann tatsächlich dazu beitragen, dass die Zähne klarer und weniger gelbstichig erscheinen. Doch ob Ölziehen tatsächlich zu sichtbar weißeren Zähnen führt, bleibt fraglich.

Experten betonen, dass es bislang keine ausreichenden wissenschaftlichen Studien gibt, die belegen, dass Ölziehen die Zähne bleichen oder dauerhaft aufhellen kann. Die Auffälligkeit von Zahnbelag oder Verfärbungen hängt von vielen Faktoren ab – von der Ernährung über die Zahnpflege bis hin zur Genetik.

Was bringt es dann?

Einige Studien deuten darauf hin, dass regelmäßiges Ölziehen tatsächlich die Bakterienanzahl im Mund reduzieren und so zur Vorbeugung von Zahnfleischentzündungen beitragen kann – besonders, wenn es zusätzlich zur normalen Zahnpflege durchgeführt wird. Doch als Ersatz fürs Zähneputzen oder professionelle Zahnreinigung taugt es nicht.

Wenn du es ausprobieren willst: Verwende kaltgepresstes Öl und ersetze es keinesfalls deine Zahnbürste. Für strahlend weiße Zähne sind Zähneputzen, gesunde Ernährung und gegebenenfalls eine professionelle Behandlung beim Zahnarzt nach wie vor die verlässlichsten Wege.

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