Kann man Trauzeuge werden, wenn man nicht in der Kirche ist?
Ja, das ist durchaus möglich. Viele Paare fragen sich vor ihrer kirchlichen Trauung, ob ihre gewünschten Trauzeugen bestimmte religiöse Voraussetzungen erfüllen müssen. Die gute Nachricht: Man muss weder katholisch noch Mitglied einer anderen Kirche sein, um Trauzeuge zu werden.
Entscheidend ist vielmehr, dass die Person sogenannte „Religionsmündigkeit“ besitzt. Das tritt laut kirchlichem Recht mit Vollendung des 14. Lebensjahres ein. Ab diesem Alter kann man also offiziell Trauzeuge bei einer kirchlichen Hochzeit sein – unabhängig vom Glauben.
Auch Atheisten oder konfessionslose Menschen dürfen Trauzeugen sein.Die Kirche legt bei der Trauzeugenschaft keinen Zwang auf konfessionelle Zugehörigkeit, sondern auf die symbolische Rolle: Die Trauzeugen stehen dem Paar bei, begleiten den Weg und übernehmen eine gewisse Verantwortung für die Ehe. Ihre Aufgabe ist es, Zeuge des Ja-Wortes zu sein und die Eheleute in ihrer Verbindung zu unterstützen.
Es ist also kein Hinderungsgrund, wenn jemand aus der Kirche ausgetreten ist oder nie getauft wurde. Wichtiger als die Konfession ist die persönliche Beziehung zum Brautpaar und die Bereitschaft, diesen besonderen Moment mitzutragen.
Letztlich geht es bei der Trauzeugenschaft um Vertrauen, Verbundenheit und Gemeinschaft – Werte, die nicht an kirchliche Mitgliedschaft gebunden sind.
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