Kurz gesagt
Doppelte Familienbeihilfe wird gewährt, wenn das Kind mindestens 50 % behindert ist oder dauerhaft nicht für den eigenen Unterhalt sorgen kann. Der Anspruch muss beim Finanzamt mit ärztlichem Attest beantragt werden.
Das Wichtigste
- Anspruch ab 50 % Behinderungsgrad
- Antrag beim zuständigen Finanzamt
- Zahlung solange reguläre Familienbeihilfe besteht
- Erforderlich: ärztliche Bescheinigung
Doppelte Familienbeihilfe erhalten Eltern, wenn ihr Kind zu mindestens 50 % behindert ist oder dauerhaft nicht eigenständig seinen Unterhalt bestreiten kann.
Voraussetzungen
Der Behinderungsgrad muss durch ein ärztliches Attest oder eine offizielle Behinderungsgutschrift nachgewiesen werden. Ohne diesen Nachweis wird die reguläre Familienbeihilfe gezahlt.
Wie beantrage ich die Leistung?
Der Antrag wird beim zuständigen Finanzamt gestellt. Neben dem ausgefüllten Formular ist die ärztliche Bescheinigung beizufügen. Nach Bewilligung erfolgt die Auszahlung monatlich, solange der Anspruch auf reguläre Familienbeihilfe besteht – in der Regel bis zum 24. Lebensjahr des Kindes oder länger bei Ausbildung.
Höhe der Leistung
Die genaue Höhe richtet sich nach dem Alter des Kindes und der Geschwisterzahl. Sie liegt deutlich über dem Grundbetrag der Familienbeihilfe, der seit 2023 bei etwa 114 Euro monatlich liegt.
Weitere Informationen und die erforderlichen Formulare finden Sie auf oesterreich.gv.at.
Häufige Fragen
Muss die doppelte Familienbeihilfe jedes Jahr neu beantragt werden?
Nein, der Anspruch bleibt bestehen, solange der Behinderungsgrad unverändert ist und die reguläre Familienbeihilfe gezahlt wird.
Kann die doppelte Familienbeihilfe auch für erwachsene Kinder beantragt werden?
Ja, wenn das erwachsene Kind weiterhin in Ausbildung ist und die Behinderung die Voraussetzungen erfüllt.
Wie lange dauert die Bearbeitung des Antrags?
Die Bearbeitungszeit variiert, liegt aber typischerweise zwischen vier und acht Wochen.
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