Wann gilt man eigentlich als langweilig?
Die Frage, wann jemand als langweilig gilt, beschäftigt offenbar viele. Eine Umfrage unter 500 Personen hat kürzlich einige typische Merkmale zutage gebracht, die einer stereotypen „langweiligen“ Person zugeschrieben werden. Dabei geht es weniger um die Person an sich, sondern vielmehr um bestimmte Verhaltensweisen – besonders in sozialen Situationen.
Keine eigene Meinung, kein Humor, ständiges Meckern – das nervt einfach.Dazu gehören laut Umfrage unter anderem das Fehlen einer klaren Meinung, mangelnder Humor und die Tendenz, sich ständig zu beschweren. Wer schweigt, statt zuzuhören und einzuhaken, oder wer scheinbar keine interessanten Gedanken äußert, gilt schnell als langweilig. Einfallslosigkeit im Gespräch – also das ständige „Weiß nicht“ oder das bloße Nicken ohne Gegenfragen – verstärkt diesen Eindruck.
Interessanterweise wurden auch bestimmte Hobbys genannt, die bei manchen den Eindruck von Langweiligkeit erzeugen: Dazu zählen laut der Umfrage unter anderem Religion, Fernsehen, Tierbeobachtung, Mathematik und sogar das Schlafen. Natürlich ist nichts an diesen Aktivitäten grundsätzlich langweilig – aber in manchen sozialen Kreisen werden sie als wenig gesellig oder „zu ruhig“ wahrgenommen.
Was auffällt: Der Begriff „langweilig“ hat oft weniger mit dem Menschen selbst zu tun als mit der Art, wie er sich in der Gruppe präsentiert. Wer sich öffnet, Neugier zeigt und bereit ist, sich auf andere einzulassen, wirkt selten langweilig – egal, ob er Mathe liebt oder gern Vögel beobachtet.
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