Wie Falco zu seinem Namen kam
Der österreichische Popstar, bürgerlich Hans Hölzel, ist weltweit bekannt – doch warum nannte er sich eigentlich Falco? Die Antwort liegt in einer beeindruckenden Begeisterung für einen ostdeutschen Sportler der 1970er Jahre.
Falco war fasziniert von Falko Weißpflog, einem DDR-Skispringer, der in den späten 60er und frühen 70er Jahren internationale Aufmerksamkeit erregte. Weißpflog war nicht nur wegen seiner Leistungen, sondern auch wegen seines ungewöhnlichen Namens und seines damals exotischen Erscheinungsbilds – lange Haare, offene Hemden – eine Ikone seiner Zeit. In der damaligen, streng regulierten DDR stand er für Freiheit, Individualität und Rebellentum.
Der junge Hölzel, der schon früh von großer Bühnenpräsenz und musikalischem Ehrgeiz geprägt war, sah in Weißpflog eine Art Vorbild. Der Name „Falko“ – kurz, markant, mit nordischem Klang – gefiel ihm. Er veränderte ihn leicht zu „Falco“, um ihn einprägsamer und internationaler zu machen. Der Rest ist Geschichte: Mit diesem Namen eroberte er in den 1980ern die internationalen Charts, allen voran mit dem Mega-Hit „Rock Me Amadeus“.
Heute ist Falko Weißpflog weitgehend in Vergessenheit geraten – doch sein Einfluss lebt in der musikalischen DNA eines der erfolgreichsten deutschsprachigen Künstler aller Zeiten weiter. Ohne den skikunstfertigen Helden aus dem Osten hätte es vielleicht nie den charismatischen Falco gegeben.
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