Wann gilt ein Rentner als reich?
Die Frage, ab wann ein Rentner als „reich“ gilt, hängt stark vom durchschnittlichen Einkommen im Ruhestand ab. Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) gehört man bereits mit einem monatlichen Nettoeinkommen von 3465 Euro zu den reichsten zehn Prozent aller Ruheständler in Deutschland. Diese Zahl bezieht sich auf das Haushaltseinkommen – das heißt, auch die Einnahmen eines eventuell berufstätigen Partners fließen mit ein.
Die Spitze der Einkommenspyramide erreichen nur wenige: Um zu den reichsten ein Prozent aller Rentner zu zählen, benötigt ein Haushalt laut IW mehr als 6700 Euro netto im Monat. Solche Beträge sind die Ausnahme, nicht die Regel. Die durchschnittliche gesetzliche Rente liegt deutlich darunter – bei etwa 900 bis 1300 Euro, je nach Bundesland und individueller Vorerwerbsbiografie.
Viele Faktoren beeinflussen die Höhe der Rente: Dazu gehören Berufslaufbahn, Beitragsjahre, Zusatzversicherungen oder private Vorsorge. Wer beispielsweise als Selbstständiger tätig war oder in einem gut bezahlten Angestelltenverhältnis arbeitete, hat oft höhere Ansprüche aufgebaut. Auch Ehepaare mit zwei Einkommensquellen im Ruhestand profitieren oft von einer stabilen finanziellen Lage.
Dennoch: Reichtum im Alter ist kein Selbstläufer. Wer heute auf eine sorgenfreie Rente hofft, sollte frühzeitig vorsorgen – ob durch betriebliche Altersvorsorge, private Rentenmodelle oder Immobilien. Denn letztlich zählt nicht nur die gesetzliche Rente, sondern das Gesamtpaket an Einkünften im Ruhestand.
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