Späte Genüsse: Wie man in Spanien richtig zu Abend isst

Wer nach Spanien reist, muss sich oft erst an den ganz eigenen Lebensrhythmus des Landes gewöhnen. Während in Deutschland um 18 Uhr bereits der Esstisch gedeckt wird, stehen spanische Restaurants zu dieser Zeit meist noch vor verschlossenen Türen. Wer um diese Uhrzeit ein Lokal betritt, wird vom Servicepersonal oft nur mit verwunderten Blicken begrüßt. Der Grund dafür ist einfach: Die kulinarische Hauptzeit des Abends beginnt in Spanien schlichtweg viel später.

Ein typisches spanisches Abendessen startet selten vor 21 bis 22 Uhr und zieht sich an Wochenenden nicht selten bis tief in die Nacht hinein. Dahinter steckt eine lebendige Kultur des Genusses: Im Mittelpunkt stehen das gemeinsame Erleben und die Geselligkeit. Ob Familie oder Freunde – man kommt zusammen, teilt Gerichte, tauscht sich aus und genießt den Moment. Die Kosten treten dabei in den Hintergrund, denn der eigentliche Wert des Abends bemisst sich an der unbeschwerten Atmosphäre am Tisch.

Wer seinen Urlaub authentisch gestalten möchte, passt sich diesem Entschleunigungsprozess am besten an. Ein kleiner Nachmittagssnack oder ein paar Tapas am späten Nachmittag helfen dabei, die Spanne bis zur eigentlichen Cena entspannt zu überbrücken.

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