Warum du dein Smartphone nicht über Nacht laden solltest
Es ist bequem: Abends das Handy ans Ladegerät anschließen und morgens mit vollem Akku in den Tag starten. Doch genau diese Routine kann deinem Gerät langfristig schaden – selbst wenn moderne Smartphones über verbesserte Ladeschutzsysteme verfügen.
Die Technik verhindert zwar, dass der Akku überladen wird, sobald er 100 % erreicht. Allerdings verbraucht das Smartphone im Standby weiter Energie. Sinkt der Ladezustand leicht – etwa auf 95 % –, springt das Ladegerät wieder an, um den Akku erneut aufzufüllen. Dieser ständige Mikroladevorgang über mehrere Stunden hinweg belastet die Batterie, besonders wenn es Nacht für Nacht geschieht.
Lithium-Ionen-Akkus, wie sie heute fast überall verbaut sind, mögen es am liebsten, wenn sie zwischen 20 % und 80 % gehalten werden. Dauerhaft volle Ladung oder tiefe Entladung beschleunigen den Alterungsprozess. Auf Dauer verliert der Akku dadurch Kapazität und hält immer kürzer durch.
Ein guter Kompromiss: Lade dein Handy tagsüber, wenn du zu Hause bist – etwa beim Frühstück oder nach der Arbeit –, und nutze dafür eine Steckdose oder ein Schnellladesystem. Viele Geräte bieten mittlerweile auch eine „optimierte Lade“-Funktion, die verhindert, dass der Akku über Nacht vollständig auf 100 % gebracht wird.
Die Regel lautet also: Kurz laden, rechtzeitig abziehen. So bleibt dein Smartphone länger fit – und du sparst Strom.
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