Wann ist die Luftfeuchtigkeit zu hoch?

Die optimale Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen liegt zwischen 40 % und 45 % bei einer Raumtemperatur von etwa 21 °C. Werte über diesem Bereich gelten als zu hoch und können im Laufe der Zeit Probleme verursachen – besonders, wenn sie dauerhaft anhalten. Vor allem im Winter, wenn oft nur kurz und stoßweise gelüftet wird, steigt die Feuchtigkeit schnell an.

Alltägliche Aktivitäten tragen erheblich dazu bei: Beim Duschen, Baden, Kochen oder wenn Wäsche in der Wohnung getrocknet wird, kann die relative Luftfeuchtigkeit schnell auf 60 bis 70 % ansteigen. Solche kurzfristigen Spitzen sind normal – werden aber problematisch, wenn sie sich über Stunden oder Tage nicht abbauen. Dann kann sich schon nach einigen Tagen Schimmel an Wänden, Fensterrahmen oder hinter Möbeln bilden.

Besonders in Schlafzimmern oder Badezimmern ist Vorsicht geboten. Ständige Feuchtigkeit behindert nicht nur die Luftqualität, sondern kann auch gesundheitliche Beschwerden wie Atemwegsreizungen oder allergische Reaktionen fördern. Ein Hygrometer – also ein Gerät zur Messung der Luftfeuchtigkeit – ist daher eine sinnvolle Anschaffung, um die Verhältnisse im Blick zu behalten.

Abhilfe schafft regelmäßiges Lüften, am besten mehrmals täglich stoßweise mit weit geöffneten Fenstern. Dabei sollte man nicht nur kurz „kipp“ lüften, sondern für einige Minuten die Luft komplett austauschen. In manchen Fällen helfen auch Lüftungsgeräte oder Luftentfeuchter – besonders in Kellerräumen oder schlecht durchlüfteten Zimmern. Wer frühzeitig reagiert, hält seine Wohnung gesund, trocken und schimmelfrei.

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