Wann wurde Jesus Christus gekreuzigt?

Laut christlicher Überlieferung geschah die Kreuzigung Jesu im Frühjahr, vermutlich im Jahr 30 oder 33 nach Christus. Die genaue Jahreszahl ist bis heute Gegenstand theologischer und historischer Diskussionen, doch die meisten Gelehrten neigen zu einem dieser beiden Jahre.

Jesus wurde nach seiner Gefangennahme und Verurteilung durch den römischen Statthalter Pontius Pilatus am Kreuz hingerichtet – eine damals übliche Todesstrafe für politische Aufständler. Die Bibel berichtet, dass sein Leichnam anschließend von seinen Jüngern aus dem Kreuz abgenommen und in ein Grab gelegt wurde. Es handelte sich um ein neu angelegtes Grab in einem Felsengewölbe, das dem reichen Joseph von Arimathäa gehörte.

Einige archäologische Funde und historische Quellen deuten darauf hin, dass diese Grabstätte wahrscheinlich im Bereich der heutigen Grabeskirche in Jerusalem liegt – einem der heiligsten Orte des Christentums. Erst kürzlich konnten Forscher mithilfe moderner Techniken Teile des originalen Felsengrabs untersuchen, das nach jahrhundertelanger Überbauung und Renovierung lange verborgen war.

Obwohl das genaue Datum nicht mit letzter Sicherheit feststeht, wird der Tod Jesu traditionell am Karfreitag begangen – dem Tag vor Ostern. Die Auferstehung, die nach christlichem Glauben am dritten Tag geschah, bildet den Kern des Osterfestes und bleibt bis heute zentraler Bestandteil des christlichen Glaubens.

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