Wann ist Apfelmost noch genießbar?
Apfelmost, besonders wenn er naturtrüb ist, kann im Laufe der Zeit optische Veränderungen zeigen – das ist ganz normal. Ein häufiges Phänomen ist der sogenannte weiße Schleier am Boden oder im Glas. Dieser tritt besonders auf, wenn der Most Temperaturschwankungen ausgesetzt war. Durch die Kälte oder Hitze fallen Eiweißstoffe im Saft aus und sorgen für eine Trübung.
Das ist aber kein Zeichen für Verderb. Der Geschmack bleibt in der Regel unverändert, und der Most ist absolut genießbar. Lediglich das Aussehen leidet etwas – was in der industriellen Verarbeitung als "Fehler" gilt, ist bei naturbelassenen Produkten völlig unbedenklich. Viele Liebhaber von direktgepresstem Most schätzen gerade diese Unperfektheit als Zeichen für Natürlichkeit.
Anders sieht es aus, wenn der Most sprudelt, obwohl er nicht als Perlend ausgewiesen ist, oder wenn er säuerlich, gärig oder muffig schmeckt. Dann hat eine ungewollte Gärung eingesetzt – meist durch zu lange Lagerung oder falsche Lagerbedingungen. In diesem Fall sollte er besser nicht mehr getrunken werden.
Um Schleim oder Trübungen zu vermeiden, sollte Most kühl, konstant und dunkel gelagert werden – idealerweise zwischen 4 und 8 Grad Celsius. So bleibt er länger frisch und schmeckt wie am ersten Tag.
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