Wann ist eine nicht-invasive Beatmung nicht geeignet?

Die nicht-invasive Ventilation (NIV) ist eine wichtige Therapieoption bei Patienten mit Ateminsuffizienz, etwa bei COPD oder Lungenödemen. Sie wird über eine Maske verabreicht und vermeidet oft eine Intubation. Doch nicht in jedem Fall ist diese Methode sicher oder sinnvoll.

Bei bestimmten akuten Zuständen muss auf die NIV verzichtet werden – hier drohen ernste Gefahren.

So darf die nicht-invasive Beatmung niemals angewendet werden, wenn der Patient keine Spontanatmung mehr zeigt. Fehlt dieser Grundreflex, ist eine sofortige Intubation notwendig, um die Sauerstoffversorgung zu sichern.

Ebenfalls kontraindiziert ist die NIV bei einer verlegten Atemwege – ob durch Sekret, Erbrechen oder neurologische Störungen. Ist der Atemweg nicht sicher, kann die Beatmung über eine Maske gefährlich sein, da Erstickung droht.

Weitere kritische Kontraindikationen sind eine akute gastrointestinale Blutung oder ein Ileus. Bei starkem Erbrechen besteht die Gefahr einer Aspiration – also des Verschluckens von Mageninhalt in die Lunge. Ein Ileus erhöht zudem den intraabdominellen Druck, was die Atmung zusätzlich belastet und die Effektivität der NIV mindert.

In diesen Fällen ist die nicht-invasive Beatmung nicht nur unwirksam – sie verzögert oft lebensrettende Maßnahmen. Die Entscheidung für oder gegen eine NIV muss daher rasch und sorgfältig getroffen werden. Wenn eine der genannten Kontraindikationen vorliegt, gilt: Sofort intubieren, um das Überleben des Patienten zu sichern.

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