Wann wird Kortison bei Bronchitis eingesetzt?
Bei einer akuten Bronchitis, die meist durch eine Erkältung ausgelöst wird, ist der Husten oft lästig, aber in den meisten Fällen harmlos. Antibiotika helfen hier selten, denn meist ist ein Virus der Übeltäter. Doch was ist mit Kortison? Viele fragen sich, ob dieses Mittel die Beschwerden lindern kann.
Die Antwort ist: In der Regel wird Kortison bei einer einfachen akuten Bronchitis nicht empfohlen. Denn der Körper schafft es meist von allein, die Entzündung zu überwinden – vor allem, wenn man sich ausreichend ausruht und viel trinkt. Kortison-Präparate sind starke entzündungshemmende Medikamente, die jedoch nur in bestimmten Fällen sinnvoll sind.
Wo Kortison tatsächlich hilft, ist bei chronischer Bronchitis oder COPD. Bei diesen Erkrankungen ist die Lunge über einen längeren Zeitraum gereizt und entzündet. Dann kann eine gezielte Behandlung mit Kortison, oft als Inhalation, dazu beitragen, die Atemwege zu beruhigen und die Atmung zu erleichtern. Auch bei schweren akuten Schüben bei Risikopatienten kann ein Arzt in Ausnahmefällen Kortison verschreiben.
Wichtig ist: Kortison sollte niemals selbst genommen werden. Es kann Nebenwirkungen haben, besonders bei längerer Einnahme. Wer unter anhaltendem Husten oder Atembeschwerden leidet, sollte daher immer einen Arzt aufsuchen. Nur dieser kann beurteilen, ob eine Entzündungshemmung sinnvoll ist – und welche Therapie wirklich hilft.
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