Wann nehmen die Tage wieder zu?

Die Tage werden nach der Sommersonnenwende am 21. Juni wieder kürzer. An diesem Tag hat die Sonne auf der Nordhalbkugel ihren höchsten Stand und scheint besonders lang – viele feiern ihn als den kürzesten Tag der Nacht. Doch ab dem 22. Juni kehrt sich der Rhythmus langsam um: Die Sonne steht zwar noch hoch, doch ihre tägliche Lichtdauer nimmt von nun an stetig ab.

Ab wann wird es wieder heller? Das liegt etwas später. Die kürzesten Tage erleben wir erst um die Wintersonnenwende am 21. Dezember herum. Ab dann nehmen die Tageslichtstunden wieder zu, und der Frühling kündigt sich langsam an. Doch viele bemerken erst im Januar oder Februar, dass es abends deutlich heller bleibt.

Interessant ist: Obwohl die Tage ab Juni kürzer werden, bleibt es im Juli und August oft noch sehr warm – die Erde braucht Zeit, um die gespeicherte Wärme der langen Sonnentage abzugeben. Deshalb fühlt sich der Sommer erst danach richtig an, wenn die Tage eigentlich schon wieder abnehmen.

Die Sommersonnenwende ist seit jeher ein bedeutendes Datum – nicht nur für Landwirte, sondern auch in alten Kulturen. Steinheilige wie Stonehenge wurden so ausgerichtet, dass sie das Licht der Sonne an diesem Tag besonders feiern. Auch heute noch nutzen viele Menschen den 21. Juni für Feste, Feuer oder Meditation, um diesen Wendepunkt des Jahres zu begehen.

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