Wann Präteritum und Plusquamperfekt? Der Unterschied in der Vergangenheit

Im Deutschen gibt es mehrere Zeitformen, um über vergangene Geschehnisse zu sprechen. Besonders verwirrend ist oft der Unterschied zwischen Präteritum und Plusquamperfekt. Dabei hängt die Wahl meist vom Kontext und der Art des Textes ab.

Das Präteritum beschreibt eine Handlung in der einfachen Vergangenheit – wie „ich ging“, „sie sagte“ oder „wir lasen“. Es wird vor allem in der schriftlichen Erzählung, etwa in Romanen oder Berichten, verwendet. Umgangssprachlich spielt es dagegen kaum eine Rolle, da dort das Perfekt („ich bin gegangen“) vorherrscht.

Das Plusquamperfekt kommt dagegen immer dann zum Einsatz, wenn ein Ereignis noch früher als ein anderes in der Vergangenheit stattgefunden hat. Es drückt also eine „Vorvergangenheit“ aus. Beispiel: „Nachdem ich nach Hause gekommen war, fiel ich sofort ins Bett.“ Hier ist „war gekommen“ klar vor „fiel ins Bett“ – daher Plusquamperfekt.

Beide Formen bilden sich mit einem Hilfsverb („sein“ oder „haben“) und dem Partizip Perfekt – genau wie das Perfekt. Der Unterschied liegt in der Zeitstufe: Während das Präteritum eine abgeschlossene Handlung in der Vergangenheit wiedergibt, betont das Plusquamperfekt, dass etwas schon abgeschlossen war, bevor etwas anderes eintrat.

Kurz gesagt: Präteritum für Erzählungen, Plusquamperfekt, wenn es um die Reihenfolge von Ereignissen geht. Mit etwas Übung wird der Gebrauch ganz natürlich.

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