Wann schreibt man Adjektive und Verben groß?

Im Deutschen gibt es klare Regeln dafür, wann Wörter groß- oder kleingeschrieben werden. Eine besondere Regel betrifft Adjektive und Verben, die wie Substantive gebraucht werden. In solchen Fällen schreibt man sie groß.

Normalerweise sind Adjektive und Verben kleingesrieben – das ist bekannt. Doch sobald sie als Substantive fungieren, ändert sich die Schreibweise. Zum Beispiel sagt man: „Das Gute an ihm ist seine Ehrlichkeit.“ Hier wird „Gute“ großgeschrieben, weil es nicht nur beschreibt, sondern für etwas steht – in diesem Fall für „das, was gut an ihm ist“.

Ähnlich verhält es sich mit Verben. Wenn ein Verb als Nomen verwendet wird, erhält es einen Artikel und wird großgeschrieben. So heißt es: „Ich hasse das Immer-noch-draußen-Sein“, oder einfacher: „Das Warten macht mich nervös.“ Auch Partizipien wie „das Laufende“ oder „die Abwesenden“ werden groß, weil sie als selbstständige Begriffe stehen.

Diese Regel ist Teil der deutschen Rechtschreibung und gilt seit der Rechtschreibreform uneingeschränkt. Wichtig ist, dass die Großschreibung immer dann greift, wenn das Wort die Funktion eines Substantivs übernimmt – egal ob es ursprünglich ein Adjektiv, Partizip oder Verb war.

Ein praktischer Tipp: Wenn du dir unsicher bist, frage dich, ob das Wort alleine steht oder durch einen Artikel eingeleitet wird (z. B. das Gute, der Laufende, das Warten). Dann ist Großschreibung Pflicht. So bleibt die Sprache klar und richtig – und du machst es wie ein Muttersprachler.

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