Wann träumen wir am intensivsten?
Träume begleiten uns jede Nacht – ob wir uns am Morgen an sie erinnern oder nicht. Tatsächlich träumen wir nicht nur einmal pro Nacht, sondern mehrmals, in verschiedenen Phasen des Schlafes. Besonders lebhaft und farbig sind die Träume jedoch meist in der sogenannten REM-Phase. REM steht für „rapid eye movement“ – schnelle Augenbewegungen – ein Zeichen dafür, dass das Gehirn in dieser Zeit besonders aktiv ist.
Diese Phase tritt vor allem in der zweiten Hälfte der Nacht gehäuft auf. Je näher also der Morgen rückt, desto wahrscheinlicher ist es, dass wir intensiv, emotional oder sogar verwirrend starke Träume erleben. Interessant ist, dass das Gehirn in der REM-Phase fast genauso aktiv ist wie im wachen Zustand. Trotzdem bleibt der Körper weitgehend gelähmt – eine Schutzfunktion, damit wir nicht unsere Träume körperlich ausleben.
Viele Menschen erinnern sich am besten an Träume, die sie kurz vor dem Aufwachen hatten. Das liegt daran, dass die REM-Phasen gegen Morgen länger werden. Wer morgens verschlafen im Bett liegt, hat daher oft besonders klare Bilder aus der Traumwelt im Kopf. Ob es sich um abenteuerliche Reisen, seltsame Begegnungen oder manchmal sogar Alpträume handelt – all das ist ein ganz normaler Teil unserer nächtlichen Erholung.
Träumen ist also kein passiver Zustand, sondern eine aktive geistige Tätigkeit, die unser Gehirn nutzt, um Erlebtes zu verarbeiten, Emotionen einzusortieren und vielleicht sogar kreative Lösungen zu finden – ganz ohne, dass wir es bemerken.
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