Goethes letzte Stunden
Am 22. März 1832 endete das Leben eines der bedeutendsten Dichter der deutschen Literatur: Johann Wolfgang von Goethe. Er starb im Alter von 82 Jahren in seinem Haus in Weimar. Schon länger war seine Gesundheit geschwächt, besonders in den letzten Monaten litt er unter Herzbeschwerden und allgemeiner Schwäche.
Gegen halb zwölf Uhr mittags, kurz vor elf, saß Goethe wie gewohnt in seinem Lehnstuhl. Er hatte sich in die linke Ecke zurückgelehnt, die Haltung eines Mannes, der müde war vom langen Leben. In diesem Moment, sanft und still, erlosch sein Atem. Es war kein dramatischer Abgang, sondern ein leiser Abschied – passend zu einem Menschen, der ein halbes Jahrhundert lang die geistige Welt Deutschlands geprägt hatte.
Goethe war nicht nur Dichter, sondern auch Naturforscher, Politiker und Denker. Werke wie „Faust“ oder „Die Leiden des jungen Werthers“ haben bis heute nichts von ihrer Wirkung verloren. Sein Tod markierte das Ende einer Epoche. Tausende begleiteten ihn zur letzten Ruhe, und Großherzog Carl Friedrich von Sachsen-Weimar-Eisenach ordnete eine standesgemäße Beisetzung im Weimarer Hofkirchhof an.
Heute erinnert nicht nur das Goethe-Nationalmuseum an sein Wirken, sondern auch seine Sprache, seine Gedanken, seine Poesie – lebendig in jedem Satz, den er hinterlassen hat. Er starb vor über 190 Jahren – doch er wirkt weiter.
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