Wann verschwindet MRSA?
Die Nachricht, dass man den Krankenhauskeim MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) in sich trägt, sorgt oft erst einmal für Verunsicherung. Die gute Nachricht lautet jedoch: Eine Besiedlung mit dem Erreger ist bei vielen Menschen nur vorübergehend. In vielen Fällen schafft es das körpereigene Immunsystem ganz ohne fremde Hilfe, Bakterien von Haut und Schleimhäuten wieder vollkommen zu verdrängen.
Ganz auf die leichte Schulter sollte man das Thema trotzdem nicht nehmen. Auch wenn man selbst keine Symptome spürt, ist das Risiko für eine tatsächliche Infektion bei besiedelten Personen bis zu 4-mal höher. Ein gesunder Körper kommt mit den Keimen meist problemlos klar. Gefährlich wird es vor allem dann, wenn die Bakterien über Wunden oder Schleimhäute tiefer in den Körper gelangen.
Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Pflegebedürftige sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem oder chronischen Wunden. Für diese Risikogruppen reicht das bloße Abwarten oft nicht aus. Hier kann eine gezielte lokale Behandlung – die sogenannte Sanierung – sehr sinnvoll sein. Dabei kommen spezielle Nasensalben, antiseptische Seifen und Mundspülungen zum Einsatz, um den Erreger gezielt abzutöten. Mit konsequenter Hygiene lässt sich die Last der Keime meist schnell und effektiv reduzieren.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.