Wann werden Quallen an den Strand gespült?
Im Sommer freuen sich viele Familien auf einen Tag am Strand – doch neben Sonne und Wellen kann auch unerwünschter Besuch auftauchen: Quallen. Besonders an der Ostsee sind die gelbe Nesselqualle und die Ohrenqualle die häufigsten Arten, die angespült werden.
Warum gerade diese beiden Arten so oft am Strand zu finden sind? Ganz einfach: Beide können nur schwach schwimmen. Sobald die Strömung stärker wird oder der Wind von See weht, verlieren sie die Kontrolle und werden vom Wasser an Land getrieben. Besonders nach stürmischen Tagen oder bei bestimmten Windrichtungen – etwa aus Südosten – ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man sie im Ufersaum entdeckt.
Eltern sollten besonders vorsichtig sein, wenn Kinder im flachen Wasser spielen. Auch angetriebene, tote Quallen auf dem Sand können noch reizend wirken – ihre Nesselzellen bleiben auch nach dem Tod wirksam. Ein versehentlicher Hautkontakt kann zu Rötungen, Juckreiz oder leichten Schmerzen führen.
Als Vorsichtsmaßnahme gilt: Nie barfuß über auffällige, schleimige Gebilde am Strand laufen. Besser: Umgehen und eventuell Bademeister oder Umweltstationen melden. An vielen Strandabschnitten gibt es Warnhinweise, sobald Quallen gesichtet wurden.
Trotz allem: Der Anblick einer Qualle am Strand ist kein Grund, die Badepläne zu streichen. Mit etwas Achtsamkeit und einem wachen Blick lässt sich der Tag am Meer unbesorgt genießen.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.