Wann benutzt man „haben“ und wann „sein“ im Perfekt?

Im Deutschen bildet man das Perfekt mit den Hilfsverben haben oder sein. Die Wahl hängt davon ab, um welches Verb es sich handelt – und was genau passiert.

Grundsätzlich verwenden die meisten Verben haben. Das gilt besonders für transitive Verben, also solche, die ein Akkusativobjekt haben: „Ich habe den Brief gelesen.“ Auch reflexive Verben brauchen immer „haben“ – egal was sonst passiert: „Ich habe mich erinnert“, „Sie hat sich verbessert“.

Doch wann nimmt man sein? Meist dann, wenn eine Bewegung oder ein Zustandswechsel beschrieben wird. Beispiele: „Ich bin gegangen“, „Er ist hereingekommen“, „Das Kind ist eingeschlafen“. Diese Verben haben fast nie ein Akkusativobjekt. Das ist ein guter Hinweis: Wenn kein Akkusativobjekt da ist und es um Bewegung oder Veränderung geht, wird oft „sein“ verwendet.

Ein paar Verben sind Ausnahmen: Obwohl „sich loswerden“ und „jemanden etwas angehen“ kein Akkusativobjekt im üblichen Sinn haben, bilden sie das Perfekt mit „haben“. Solche Fälle muss man einfach kennen.

Merke dir also: haben ist der Standard. sein kommt bei Verben vor, die eine Richtung oder Veränderung ausdrücken – und dabei fast immer ohne Objekt bleiben. Und bei reflexiven Verben gilt: immer haben, nie „sein“.

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