Wann wird das Plusquamperfekt im Französischen verwendet?
Im Französischen nennt man das Plusquamperfekt Plus-que-parfait. Diese Zeitform benutzt du, wenn du über etwas sprichst, das vor einer anderen Handlung in der Vergangenheit bereits abgeschlossen war. Es geht also um die „Vorvergangenheit“ – etwas, das schon geschehen war, bevor etwas anderes eintrat.
Stell dir vor, du erzählst eine Geschichte: „Ich war gerade im Bett, als ich einen Laut hörte.“ Im Französischen würdest du sagen: „J’avais entendu un bruit“ – hier wird das Plus-que-parfait verwendet, weil das Hören des Geräuschs vor dem Moment liegt, in dem du im Bett liegst.
Wie bildet man das Plus-que-parfait? Ganz einfach: Es setzt sich zusammen aus der Vergangenheitsform von avoir oder être (im imparfait) und dem Partizip Perfekt des Verbs. Zum Beispiel: j’avais mangé (ich hatte gegessen) oder elle était partie (sie war gegangen). Welches Hilfsverb du nimmst, hängt davon ab, ob das Verb mit avoir oder être im passé composé gebildet wird.
Typische Auslöser für das Plus-que-parfait sind Wörter wie après que (nachdem), quand (als) oder lorsque (wenn, als), besonders wenn es um zeitliche Abfolgen geht. Auch in indirekter Rede taucht diese Zeitform oft auf: „Er sagte, er hätte es bereits gemacht.“
Je mehr du dich mit erzählender Sprache beschäftigst, desto natürlicher wird der Gebrauch des Plus-que-parfait. Es ist ein kleiner, aber wichtiger Baustein, um im Französischen flüssig und präzise zu erzählen.
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