War der Mars einmal wie die Erde?

Vor milliarden von Jahren ähnelte der Mars unserer Erde mehr, als wir lange dachten. Zwischen 3,6 und 3,0 Milliarden Jahren vor heute war der Rote Planet noch ein wesentlich wärmerer und feuchterer Ort. Auf seiner Oberfläche floss flüssiges Wasser – das zeigen eindeutige Spuren wie ausgetrocknete Flussbetten und Mineralien, die sich nur in Anwesenheit von Wasser bilden können.

Wissenschaftler vermuten, dass der Mars damals eine dichtere Atmosphäre hatte, die warme Temperaturen ermöglichte, ähnlich wie auf der frühen Erde. Es könnte sogar Regen gegeben haben, Seen und vielleicht sogar flache Ozeane. Doch dann veränderte sich alles abrupt.

Warum kühlte der Mars so plötzlich ab? Der Kern des Planeten erstarrte – im Gegensatz zur Erde, deren innerer Kern noch aktiv ist. Dadurch brach das Magnetfeld des Mars zusammen. Ohne diesen Schutz wurde die Atmosphäre über Millionen von Jahren vom Sonnenwind abgetragen. Die Folge: Der Druck sank, das Wasser verdampfte oder gefror und verschwand im Boden beziehungsweise in Polkappen. Der Planet trocknete aus und verwandelte sich in die kalte Wüste, die wir heute kennen.

Heute suchen Forscher nach Hinweisen auf vergangenes Leben – nicht nur in Gesteinsproben, sondern auch in tieferen Eisschichten. Denn wenn der Mars einst der Erde glich, könnte er auch Lebensformen hervorgebracht haben. Vielleicht finden wir eines Tages die Antwort – nicht auf der Erde, sondern auf einem fernen, roten Nachbarn.

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