Wenn der Blutdruck trotz Medikamenten hoch bleibt: Die therapierefraktäre Hypertonie

Viele Menschen bemühen sich intensiv um ihre Gesundheit, nehmen gewissenhaft ihre Medikamente ein und stellen ihre Ernährung um – und dennoch zeigt das Blutdruckmessgerät regelmäßig zu hohe Werte an. Wenn der Blutdruck trotz der Einnahme von mindestens drei verschiedenen blutdrucksenkenden Präparaten (darunter idealerweise ein Diuretikum) nicht sinkt, sprechen Mediziner von einer therapierefraktären Hypertonie. Schätzungen zufolge betrifft dieses Phänomen etwa 10 Prozent aller Hypertoniker.

Die Ursachen für diese Behandlungsresistenz sind vielfältig und oft tief im Organismus verankert. Bestimmte Risikofaktoren begünstigen es, dass der Körper nicht wie gewünscht auf die Therapie anspricht. Dazu gehören allen voran das höhere Alter, ausgeprägtes Übergewicht sowie bestehende Begleiterkrankungen wie Diabetes mellitus oder chronische Nierenerkrankungen. Auch genetische Aspekte und die ethnische Herkunft spielen eine Rolle; so ist statistisch gesehen die schwarze Ethnie häufiger von schwer einstellbarem Hochdruck betroffen.

Hinter einem scheinbar therapieresistenten Blutdruck kann sich jedoch auch eine sogenannte „Pseudoresistenz“ verbergen. Häufige Gründe hierfür sind eine unregelmäßige Tabletteneinnahme, eine unbemerkte hohe Salzzufuhr über die Nahrung oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten wie bestimmten Schmerzmitteln. Zudem sollten Betroffene immer prüfen lassen, ob eine sekundäre Ursache – wie etwa eine verengte Nierenarterie oder eine Schlafapnoe – vorliegt. Wenn der Blutdruck trotz Therapie stagniert, ist eine enge Absprache mit dem behandelnden Arzt unerlässlich, um die Medikation präzise anzupassen und versteckte Blockaden zu identifizieren.

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