Warum treten Flashbacks auf?

Flashbacks sind plötzliche, oft intensive Erinnerungen an vergangene Erlebnisse, die unvermittelt ins Bewusstsein zurückkehren. Sie können sich wie ein „Film“ anfühlen, bei dem man plötzlich wieder mitten in einer alten Situation steht – mit allen dazugehörigen Bildern, Geräuschen oder sogar Gerüchen.

Es gibt zwei Arten von Flashbacks: die natürlichen und die krankheitsbedingten. Natürliche Flashbacks werden oft durch sogenannte Schlüsselreize ausgelöst – ein bestimmter Duft, ein Lied aus der Kindheit, ein vertrauter Ort. Diese Reize aktivieren Erinnerungen, die mit starken Emotionen verbunden sind, sei es Freude, Traurigkeit oder Angst. Solche Erinnerungsblitze sind normal und meist harmlos.

Anders sieht es bei Flashbacks aus, die im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen stehen, besonders bei einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). Hier kehren traumatische Erlebnisse oft ungebeten und sehr belastend wieder. Betroffene fühlen sich, als würden sie das Ereignis erneut durchleben – mit Herzrasen, Panik oder Atemnot. Auch Drogen wie LSD können Flashbacks verursachen, manchmal lange nach dem Konsum.

Die Psyche nutzt Flashbacks manchmal, um verdrängte Erlebnisse wieder sichtbar zu machen. Je nach Kontext können sie also sowohl schmerzhaft als auch ein Weg zur Verarbeitung sein. Wichtig ist, dass man bei wiederkehrenden, belastenden Flashbacks professionelle Unterstützung sucht – denn Erinnerungen müssen nicht immer allein bewältigt werden.

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