Warum entsteht Nierengrieß?

Wenn immer wieder kleine Ablagerungen in der Niere entstehen, spricht man von sogenanntem Nierengrieß. Im Gegensatz zu einzelnen Nierensteinen handelt es sich dabei um eine Vielzahl winziger Kristalle, die sich im Nierenbeckenkelchsystem ansammeln. Diese feinen Partikel sind oft erst bei einer Ultraschuntersuchung oder einer CT sichtbar und ergeben auf dem Bild ein typisches, körniges Muster – daher der Begriff „Grieß“.

Die Entstehung hängt meist mit einer erhöhten Konzentration von Mineralstoffen im Urin zusammen, vor allem von Kalzium, Oxalat oder Harnsäure. Trinkt man zu wenig, wird der Urin konzentrierter, und die Gefahr steigt, dass sich diese Stoffe ablagern. Weitere Risikofaktoren sind eine unausgewogene Ernährung, Übergewicht, mangelnde Bewegung oder bestimmte Erkrankungen wie Stoffwechselstörungen.

Viele Betroffene spüren Nierengrieß zunächst nicht. Erst wenn die winzigen Partikel in den Harnleiter gelangen, können sie für krampfartige, oft sehr starke Schmerzen im Rücken oder in der Seite sorgen. Manchmal bemerkt man auch Blut im Urin oder häufiges Harndranggefühl. Oft löst sich der Grieß jedoch auch unbemerkt und gelangt mit dem Urin nach außen.

Die gute Nachricht: Mit ausreichend Flüssigkeitszufuhr – am besten Wasser – kann man viel vorbeugen. Bei bekannter Neigung zu Nierengrieß oder -steinen hilft oft schon das tägliche Trinken von 2 bis 2,5 Litern, um neue Ablagerungen zu verhindern. Bei Beschwerden sollte man dennoch einen Arzt aufsuchen, um Komplikationen wie eine Harnwegsblockade oder Entzündung früh zu erkennen.

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