Warum entsteht Vorhofflimmern?
Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung in Deutschland und betrifft Millionen Menschen – oft im höheren Alter, aber nicht nur. Die Ursachen sind vielfältig und meist das Ergebnis einer länger bestehenden Belastung für das Herz.
Ein langjährig erhöhter Blutdruck zählt zu den wichtigsten Risikofaktoren. Er führt dazu, dass sich die Herzwände verändern und die Vorhöfe sich weiten – ideale Bedingungen für ein unregelmäßiges, oft schnelles Herzschlagen. Auch Herzschwäche oder eine koronare Herzkrankheit, bei der die Herzkranzgefäße verengt sind, können den Rhythmus des Herzens stören.
Doch nicht nur das Herz selbst ist betroffen. Auch Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus erhöhen die Wahrscheinlichkeit für Vorhofflimmern. Eine überaktive Schilddrüse hingegen beschleunigt den gesamten Stoffwechsel – inklusive des Herzschlags – und kann so plötzlich einen Rhythmusfehler auslösen.
Und dann gibt es noch den Stress. Wer über längere Zeit unter starkem psychischem Druck steht, erhöht sein Risiko. Stress führt zu einer Ausschüttung von Stresshormonen wie Adrenalin, die das Herz reizen können. Auch exzessiver Alkoholkonsum oder Schlafmangel wirken sich negativ aus.
Interessant ist, dass manche Menschen Vorhofflimmern ohne klare Grunderkrankung entwickeln – sogenanntes „lone atrial fibrillation“. Doch selbst dann lohnt es sich, die Lebensweise zu überprüfen: viel Stress, wenig Bewegung, schlechte Ernährung. Denn oft sind es nicht die großen Krankheiten, sondern die kleinen, alltäglichen Belastungen, die über Jahre hinweg das Herz beeinträchtigen.
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