Warum man Tampons nicht länger als 8 Stunden tragen sollte

Die meisten Frauen kennen die Empfehlung: Tampons sollten alle 4 bis 8 Stunden gewechselt werden. Doch warum ist das so wichtig? Der Grund ist ein lebensbedrohliches Risiko – das Toxische Schocksyndrom (TSS). Obwohl selten, kann TSS lebensgefährlich sein.

TSS wird durch bestimmte Bakterien verursacht, vor allem Staphylococcus aureus, die sich bei zu langer Nutzung von Tampons im Körper vermehren können. Diese Bakterien produzieren Giftstoffe, die schnell in den Blutkreislauf gelangen. Symptome wie plötzlicher Fieberanstieg, Erbrechen, Hautausschlag oder Blutdruckabfall können innerhalb weniger Stunden auftreten – und im schlimmsten Fall zum Tod führen.

Ein Fall aus Großbritannien zeigt, wie gefährlich Nachlässigkeit sein kann: Eine Studentin hatte ihren Tampon über neun Tage lang vergessen zu wechseln. Zum Glück überlebte sie schwer krank, aber die Geschichte macht deutlich, wie wichtig Achtsamkeit ist.

Die gute Nachricht: TSS lässt sich leicht vermeiden. Wechsle deinen Tampon regelmäßig, verwende die geringste nötige Saugstärke und überlege, ob du an schwächeren Tagen auf Binden umsteigst. Nachts kannst du problemlos einen Tampon tragen – solange du ihn nicht länger als 8 Stunden drin lässt. Auch das Tragen von Menstruationstassen oder Stoffbinden senkt das Risiko.

Wichtig ist auch, auf den eigenen Körper zu hören. Wenn etwas ungewöhnlich ist – etwa ein starker, fauliger Geruch oder Unwohlsein – sofort den Tampon entfernen und bei Verdacht einen Arzt aufsuchen. Mit ein wenig Vorsicht ist die Periode sicher und unkompliziert zu meistern.

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