Warum Hornissen nachts an Fenster fliegen
Wer in den warmen Sommernächten schon einmal Hornissen gegen die Fensterscheiben summen hörte, ist nicht allein. Viele Menschen fragen sich: Warum tun sie das? Die Antwort liegt in ihrem Verhalten und der Umgebung, in der wir leben.
Hornissen sind nicht nur tagsüber aktiv, sondern auch nachtaktiv – besonders bei hohen Temperaturen. In lauen Nächten bleibt ihre Energie hoch, und sie nutzen die Zeit zur Nahrungssuche oder zur Pflege des Nachwuchses im Nest. Doch hier kommt ein entscheidender Faktor ins Spiel: künstliches Licht.
Wie viele andere Insekten werden auch Hornissen vom Licht angezogen. Es stört ihre natürliche Orientierung. Was für uns klar ist – Licht kommt von innen, durch Fenster –, ist für ein Insekt verwirrend. Sie nehmen das Licht wahr, fliegen darauf zu und prallen unvermittelt gegen die Scheibe. Oft vermuten sie hinter dem Licht eine offene Fläche oder einen Weg, den es in Wirklichkeit nicht gibt.
Es ist also kein gezielter Angriff – die Tiere wollen nicht ins Haus, sondern sind nur auf der Suche nach einem Orientierungspunkt. Besonders in Gärten mit Außenbeleuchtung oder in Wohngebieten mit vielen Lichtquellen passiert das häufiger.
Wenn Sie Hornissen an Fenstern bemerken, bleiben Sie ruhig. Sie sind in der Regel nicht aggressiv, solange man ihren Flugweg nicht blockiert. Ein sanfter Tipp mit einem Blatt Papier kann helfen, sie nach draußen zu geleiten. Und wer kann, schaltet abends unnötige Lichter aus – das schont nicht nur die Insekten, sondern auch die Umwelt.
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