Warum fühlt man sich nach Alkohol so schlecht?
Wer schon einmal zu viel getrunken hat, kennt das: Am nächsten Morgen herrscht nicht nur Kopfschmerz und Übelkeit – oft kommt auch eine diffuse Angst oder innere Unruhe hinzu. Dieses Phänomen wird im Volksmund „Hangover“ genannt, doch das Unwohlsein hat tiefere Ursachen als nur den Wasserverlust oder den Schlafmangel.
Alkohol wirkt direkt auf das Gehirn. Er hemmt den Botenstoff Glutamat, der normalerweise für geistige Wachheit und Konzentration sorgt. Dadurch wird die Gehirnaktivität verlangsamt – man fühlt sich träge, benommen und reaktionsärmer. Gleichzeitig löst der Körper im Alkoholrausch eine Flut an Stress- und Botenstoffen aus: Cortisol und Adrenalin steigen an, was den Puls erhöht und das Gefühl von Anspannung verstärkt. Gleichzeitig wird zunächst Dopamin und Serotonin ausgeschüttet – dafür sorgt die anfängliche Euphorie. Doch sobald der Alkohol abgebaut ist, stürzen diese Werte rapide ab. Die Stimmung kippt.Dieses emotionale Tief wird auch als „Hangxiety“ – eine Mischung aus „Hangover“ und „Anxiety“ (Angst) – bezeichnet. Viele beschreiben es als Schuldgefühle, innere Unruhe oder das Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben, obwohl gar nichts passiert ist. Wer regelmäßig unter diesen Folgen leidet, sollte seine Trinkgewohnheiten überdenken. Ein bewusster Umgang mit Alkohol, genügend Wasser und Ruhe nach einem Abend mit Alkohol können helfen, den Körper und die Psyche zu entlasten.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.